Unser Weg in die Zukunft: Gemeinsam für eine verbraucher- und umweltfreundliche sowie diskriminierungsfreie Verwendung von bepfandeten Einweggetränkeverpackungen

Einweggetränkeverpackungen mit Pfand sind beliebter denn je. Sie begleiten den Verbraucher im Alltag und auf Reisen und erleichtern das Leben in nahezu jedem Haushalt. Seit der Einführung im Jahr 2003 hat sich das Einwegpfandsystem zu einem modernen und erfolgreichen System für eine innovative und ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft entwickelt.

 

Unsere Ziele im Überblick

Wir setzen uns dafür ein, dass Einweggetränkeverpackungen noch verbraucherfreundlicher und umweltschonender werden.

Klare
Kennzeichnung

Mehr Transparenz und Informationen für Verbraucher durch eine klare Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg
mehr

Weiterentwicklung des
Wertstoffkreislaufes

Mit Produktverantwortung und hohen Recyclingquoten Ressourcen schonen und Energie einsparen
mehr

Keine Steuer /
Zwangsabgabe

Ablehnung einer zusätzlich diskriminierenden Zwangsabgabe oder Steuer auf bepfandete Einweggetränkeverpackungen
mehr

Ökologische
Neubewertung

Einweg und Mehrweg als komplementäre Systeme zur optimierten Marktversorgung bewerten
mehr

Am Pfandsystem
festhalten

Als Zukunftsmodell für eine effiziente, innovative Kreislaufwirtschaft und aktive Abfallvermeidung gewährleisten
mehr

Klare Kennzeichnung für mehr Transparenz

EinWeg für mehr Transparenz
Kennzeichnung bringt Klarheit beim Verbraucher

Mehr Transparenz und Informationen für Verbraucher durch eine klare Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg

Der Verbraucher orientiert sich bei seiner Kaufentscheidung an der Verbraucherfreundlichkeit, am Preis-Leistungs-Verhältnis und an der Ökologie der Getränkeverpackung (Ergebnis der Verbraucherumfrage von MenteFactum "Akzeptanz unterschiedlicher Getränkeverpackungen in Deutschland", Bielefeld Mai 2015). Daher bedarf das Pfandsystem einer konsequenten Transparenz und Informationen für den Verbraucher.

Deswegen haben Getränkeindustrie und Handel eine Initiative zur freiwilligen zusätzlichen Kennzeichnung auf den Weg gebracht. Über 40 Unternehmen beteiligten sich bereits zum Start im Juni 2016 an der Initiative. Damit konnten ca. 84 Prozent des Marktvolumens an Einweg-Getränkeverpackungen mit Pfand abgedeckt werden. Tendenz steigend. Die Teilnehmer verpflichten sich die zusätzlichen Informationen „Einweg“, „Pfand“ sowie die Pfandhöhe von 0,25 Euro anzubringen.

Dies trägt dazu bei, dass der Verbraucher eindeutig nachvollziehen kann, welche Verpackungsarten dem Pfandsystem – und damit auch dem Recycling – zugeführt werden. Der Verbraucher kann somit bewusst eine informierte Kaufentscheidung treffen.

Weiterentwicklung des Wertstoffkreislaufs

Wertstoffkreislauf
Hier beginnt der Wertstoffkreislauf

Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Rohstoffen schont die Umwelt und führt zu mehr Unabhängigkeit am Rohstoffmarkt

Das Einwegpfandsystem ist ein Vorzeigebeispiel für eine gelungene und wirkliche Produktverantwortung. Durch die Rückführung von bepfandeten Dosen und PET-Flaschen in einen Wertstoffkreislauf, kann der jeweilige Rohstoff PET, Aluminium oder Stahl sortenrein recycelt werden. Dies führt zu einer hohen Qualität des Recyclingmaterials, welches wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt wird.

Nur durch eine Weiterentwicklung des Wertstoffkreislaufs bis hin zur Schließung des Kreislaufs können Ressourcen geschont und Energie eingespart werden.

Keine zusätzliche Zwangsabgabe oder Getränkeverpackungsteuer im Einwegpfandsystem

EinWeg mit Investitionssicherheit
EinWeg mit Planungs- und Investitionssicherheit / © Lidl

Ablehnung einer zusätzlichen, diskriminierenden Zwangsabgabe oder Steuer auf bepfandete Einweggetränkeverpackungen

Bepfandete Einweggetränkeverpackungen erfreuen sich einer sehr hohen Verbraucherakzeptanz und sind Konsumrealität geworden. 95 Prozent aller Haushalte greifen heutzutage auf bepfandete Dosen und PET-Einwegflaschen im Bereich der alkoholfreien Getränke zurück. Damit haben sie sich als die meistgenutzten und -gekauften Verpackungen etabliert.

In der Diskussion um Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen wird von vereinzelten Interessengruppen eine Zwangsabgabe bzw. Getränkeverpackungssteuer eingefordert. Angesichts der hohen Effizienz des Wertstoffkreislaufs von bepfandeten Einweggetränkeverpackungen würde eine Zwangsabgabe oder Steuer die bestehende Anreize für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft im Einwegpfandsystem hemmen. Hinzu käme, dass eine Zwangsabgabe bzw. Steuer zu einer massiven Mehrbelastung der Verbraucher von bis zu 3,7 Milliarden Euro führen würde.

Ökologische Neubewertung von bepfandeten Einweggetränkeverpackungen

Einweg im Wertstoffkreislauf
CO2-Einsparung durch einen effizienten Transport / © Lekkerland

Einweg und Mehrweg als komplementäre Systeme zur optimierten Marktversorgung bewerten

Bepfandete Einweggetränkeverpackungen werden immer umweltfreundlicher. Seit der Einführung des Pfandsystems konnte eine effiziente und sortenreine Sammlung von bepfandeten PET-Einwegflaschen und Getränkedosen umgesetzt werden und auf diese Weise auch zur fast vollständigen Vermeidung von Littering beitragen. Hersteller und Handel arbeiten aktiv daran, das bestehende Einwegpfandsystem noch verbraucher- und umweltfreundlicher zu gestalten. Diese stetige Optimierung von Produkten und Verarbeitungsprozessen trägt nachhaltig dazu bei, einen aktiven Klima- und Ressourcenschutz umzusetzen.

Ökobilanzen bei Mehrweg werden hingegen immer schlechter

Der größte Vorteil der Mehrwegflasche war früher, dass es nur wenige Standard-Flaschentypen gab, die von fast allen Abfüllern verwendet wurden. Daher konnten Mehrwegflaschen sehr oft wiederverwendet werden. Die Transportentfernungen waren geringer, da die leeren Mehrwegflaschen nicht zum Ursprungsabfüller gebracht werden mussten, sondern meist zum nächstgelegenen Abfüller. Doch dieser Vorteil verringert sich stark: Eine ökologische Neubewertung von bepfandeten Einweggetränkeverpackungen ist daher dringend notwendig. Beide Pfandsysteme – Einweg und Mehrweg – müssen auf ihre spezifischen Eigenschaften hinsichtlich des Gewichts, der Rück-, Umlauf- und Recyclingquoten sowie der Transportdistanzen mit Blick auf eine optimierte Marktversorgung begutachtet und neu bewertet werden.

Beibehaltung des erfolgreichen Einwegpfandsystems

EinWeg für sichere Arbeitsplätze
Das Einwegpfandsystem sichert Arbeitsplätze / © Norsk Hydro ASA

Die Weiterentwicklung des erfolgreichen Einwegpfandsystems als Zukunftsmodell für eine effiziente, innovative Kreislaufwirtschaft und aktive Abfallvermeidung gewährleisten

Das Pfandsystem für Einweggetränkeverpackungen hat sich zu einem etablierten System für eine innovative Kreislaufwirtschaft entwickelt, bei der auch der Verbrauchernutzen eine zentrale Bedeutung hat. Es ist ein zukunftsweisendes System, das die hohen Ansprüche an Verbraucherfreundlichkeit, Ökonomie und Ökologie auf effizientem Weg in Einklang bringt und somit aktiv zum Ressourcenschutz beiträgt.

Diese positiven Entwicklungen müssen von Politik und Gesellschaft anerkannt werden. Dabei ist die Pfandpflicht die wesentliche Voraussetzung für einen geschlossenen Ressourcenkreislauf und ein hochwertiges Recycling und sollte entsprechend im Wertstoffgesetz berücksichtigt werden.

Damit das Einwegpfandsystem auch in Zukunft weiter ökologisch optimiert wird, muss der Anreiz dazu erhalten bleiben. Maßnahmen, die das Mehrwegsystem pauschal gegenüber dem Einwegsystem bevorzugen, sind in großem Maße unverhältnismäßig. Sie unterbinden nicht nur die positive ökologische Entwicklung, die mit dem Einwegpfandsystem einhergeht, sondern auch die Anreize, die eine fortführende Optimierung beider Systeme vorantreiben.

Eine Initiative des BGVZ Bund Getränkeverpackungen der Zukunft

Bund Getränkeverpackungen der Zukunft

Wir setzen uns dafür ein, die politischen Parameter entlang der nachweislichen Ressourcen- und Energieeffizienz von bepfandeten Einweggetränkeverpackungen sachlich neu zu bewerten und den ökologischen sowie verbraucherfreundlichen Gegebenheiten des Einwegpfandsystems zukunftsorientiert anzupassen.

Der Bund Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ) vertritt die Interessen hinsichtlich bepfandeter Einweggetränkeverpackungen führender Getränkehersteller, Handels-, Verpackungs- und Recyclingunternehmen mit circa 180.000 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von über 70 Milliarden Euro im Jahr 2014 in Deutschland. In Zusammenarbeit mit den Verbänden des Handels, der Ernährungswirtschaft und der Verpackungsindustrie setzt sich der Bund für eine verbraucher- und umweltfreundliche sowie diskriminierungsfreie Verwendung von Getränkeverpackungen ein.

Der BGVZ ist eine eigenständige Organisation in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Zu den Gesellschaftern und Förderern gehören u. a. Aldi Nord, Aldi Süd, Ardagh Group, Ball Packaging Europe, Lekkerland, Lidl Deutschland, MEG, Red Bull, PepsiCo sowie Carlsberg Deutschland, CCR Clearing, Dieck Erfrischungsgetränke, Frankfurter Brauhaus, Hydro Aluminium Rolled Products, interseroh, die Oettinger Brauerei-Gruppe, die Privatbrauerei und Mineralbrunnenbetrieb H. Egerer, Rhenus und Rhodius Mineralquellen.

Mehr zum BGVZ erfahren Sie hier.

"Mehrweganteil an Getränkeverpackungen erhöhen“ von Bündnis 90/Die Grünen nicht zielführend.

Stellungnahme

BGVZ Stellungnahme zum Antrag 18.3731 Buendnis90 Die Gruenen 16.01.2015763,4 kb

"Mehrweganteil an Getränkeverpackungen erhöhen“ von Bündnis 90/Die Grünen nicht zielführend.

Unsere Position zum kommenden Wertstoffgesetz können Sie hier als pdf herunterladen.

Positionspapier Wertstoffgesetz

BGVZ Positionspapier Wertstoffgesetz Dezember 2014 Update Januar 20151,6 MB

Unsere Position zum kommenden Wertstoffgesetz können Sie hier als pdf herunterladen.